Montag, 13. August 2007

4000m-200m-3800m-2300m-6075m!

Um etwa 10 Uhr des 12. Augusts erreichten Livio und Patrick keuchend und mit etwas Hoehenkopfschmerzen den 6075 Meter hohen Gipfel des Nevado Chachani. Ein Riesenerlebnis fuer den erfahrenen Bergsteiger Livio sowie das Greenhorn Patrick (der wie Livio behauptet sein Comeback gab, nach ihm war es allerdings eher ein One-"Mountain"-Stand). Mit einem Gipfelschnaps (Havana Club, von Livio aus Cuba mitgebracht) und einem Gipfelschnupf (Mc Chrystals) wurde die 6000 Meter standesgemaess eingeweiht. Nun haben wir uns einen Ruhetag in Arequipa, Peru verdient und nutzen ihn aus, wieder mal einen Bericht zu schreiben.

Ja, was hat sich getan seit dem letzten Bericht? Wir haben uns zuerst mal von unseren Magenbeschwerden erholt, dann gings nach La Paz (eine unglaublich spektakulaer gelegene, unglaublich chaotische, einfach unglaubliche Stadt). Nach La Paz fuhren wir mit einem Bike die gefahrlichste Strasse der Welt herunter (die Landschaft ist unglaublich schoen, aber gefahrlich ist die Strasse nicht wirklich). Dann gabs einige ruhige Tage in Coroico, um uns von all den Staedten, die wir in Bolivien besucht haben, zu erholen und uns auf die 20 Stunden Holperpistenhorrorbusfahrt, die uns auf dem Weg in den Dschungel bevorstadt, vorzubereiten. Es war wirklich ein Horrortrip. Ausserdem hielt der Bus irgendwann am Abend in einer Stadt an. Eine halbe Stunde Pause, hiess es. Wir kauften uns was kleines zu essen, und bemerkten dann, dass unser Bus nach einer Viertelstunde mit unserem Gepaeck einfach losfuhr. Wir waren eine Gruppe von etwa 15 Leuten, die nun da standen und warteten. Jaja, der wird sicher wieder zurueckkehren. Und wir warteten und warteten. Und wir warteten eine Stunde. Und langsam wurde uns unwohl und wir warteten. Und nach etwa 2 Stunden kam der Bus zurueck. Er hatte einen kleinen Defekt, den er beheben musste. Willkommen in Bolivien. Und dann gings weiter mit holper di polper und rumpel di pumpel und holper und rumpel und schuettel und ruettel...

Am Morgen des ersten Augusts kamen wir dann endlich im Dschungel, Rurrenabaque an. Am Abend feierten wir diesen aeusserst wichtigen Tag mit einigen Pisco Sours und einem Riesenfeuerwerk (wir hatten irgenwann zuvor an einem Markt zwei Raketen gekauft).

Am naechsten Tag gings auf einen Pampatrip, wo wir Krokodile, Aeffchen, Kobras, Alligatoren, jede Menge Voegel, Riesenmehrschweine (habe den Namen vergessen), Anacondas, Affen, Delfine, und viel zu viele Moskitos sahen. Natuerlich gabs in den Pampas auch Partys. Das sind jedoch laengere Geschichten.

Voellig verstochen reisten wir nach dem Pampastrip wieder nach La Paz. Mit dem Flugzeug. Fuer die ueber 20 Stunden Busfahrt benoetigten wir gerade mal eine knappe Stunde fuer die 4000 Hoehenmeter. Praktisch.

Am selben Tag gings weiter nach Copacabana am Titicacasee, das wegen eines Volksfestes voellig mit Leuten ueberschwaemmt und voellig ueberteuert war. Weil uns zusaetzlich die Bolivianos ausgingen und es keine Geldautomaten in Copacabana gibt, beschlossen wir, schon am naechsten Tag nach Puno, auch am Titicacasee gelgen, aber in Peru, weiterzureisen. Der Titicacasee ist uebrigens ein wunderschoener See, ich habe mich in das tiefe Blau sofort verliebt. Er liegt auf etwa 3800 Meter und ist somit der der hoechstgelegene beschiffbare See der Welt. Ausserdem ist er etwa 10 mal so gross wie der Bodensee. Von Puno aus unternahmen wir einen Zweitagesausflug, zuerst auf die schwimmenden Inseln (kuenstliche Inseln aus Schilf hergestellt) die zwar ganz faszinierend und raffiniert sind, aber nur noch fuer die Touristen existieren. Dann gings weiter zu einer realen Insel, wo wir einer Familie zuegeordnet wurden und in einheimischen Verhaelnissen (extrem einfach, ohne Strom, ohne fliessend Wasser) eine Nacht lang lebten. Am Abend wurden wir in Ponchos eingekleidet und wurden an ein kleines Fest gefuehrt:

So, und nun sind wir wie gesagt in Arequipa und erholen uns von den Strapazen des Nevado Chachani und bereiten uns auf neue Erlebnisse vor, die wir euch natuerlich im naechsten Beitrag nicht vorenthalten werden. Hasta luego...

8 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

hallo zäma
euere novitats sind einmal mehr sehr spannend und interessant. wie waren eigentlich die temparaturen auf euerem 6000er? soll ich euch im oktober für ein paar wettkämpfe anmelden? ihr habt jetzt sicher rote blutkörperchen im überschuss, sozusagen bio-epo. und die schlange auf dem bild, welche giftklasse hatte sie? wir haben noch wunder, wie die peru-frisur aussieht. bitte das nächste mal ein foto ohne mütze.
liebe grüsse aus dem spannenden und interessanten bündnerland
werner und regula

pade hat gesagt…

temperaturen auf dem gipfel waren noch halbwegs in Ordnung, weil wenig Wind und Sonne, in der Nacht war es sehr kalt...
Anacodas sind die groessten Schlangen der Welt (diese hier ist vielleicht 2 meter lang, sie werde aber bis zu 10m), und ich waere beinahe draufgetrampelt weil die im wasser so gut getarnt war.. naja, da will ich die giftklasse gar nicht wissen, sonst beginne ich noch an Schicksal zu glauben..
Gruesse

Anonym hat gesagt…

Hola iahr hänger,

komischerwiis lebend iahr no, was ganz mina erwartiga NIT entspricht.^^
bliibend tapfer und bsoffa, denn gseht ma sich aswenn amol wider.
Anyway i muass do mol wiiterschaffa in mim praktikum.
shit dr chef kunnt


mili

Anonym hat gesagt…

nebabi hani no wella erwähna:

man hani di in hattrick plättnet

melone

Anonym hat gesagt…

Hola Päde und Livio
Schön z ghöra dass es eu guat goht, und dass dr Hättrick-Pätrick im Hättrick plättnickt worda isch! Dr Baschi, dr Gian und i sind a Wucha am Sziget gsi, am dichta und denka, und händ dött au einiges erlebt, wo i dr denn sicher amol verzella.
Übrigens, am 8. September flüg mit weniger als 100 Spanisch Vokabla im Gepäck nach Costa Rica, mol luaga was das wird.(Nocher müands es villicht Costa Pobre nenna...)
Also, s isch schön gsi wieder mol vu eu z ghöra, blibend loco und gnüssends!
Liabi Grüass
Andrea

Anonym hat gesagt…

HEY! Shiet, i hoffa etz gohts eu guat. Hüt hets an Erdbeba geh in Peru und es sind scho 450 Menscha umko.
hoffentli siner ok,
mfg mili

Livio Russi hat gesagt…

hola a todos!

miar läbend no und händ das erdbeba nid mol gspürt, obwohl nid enorm wiit awäg xi isch (zimli sicher simmer dänn grad imana bus xi uf anara schotterpista, also au gnuag duragschüttlet).

aber as isch do z peru scho grad chli usnahmezuastand und alles redet nur no vu däm. aber üs betriffts zum glück nid und miar chönd normal wiiterreisa. hüt nacht gohts uf cusco...

saludos

Anonym hat gesagt…

Huuuuuuuuuuuuch, das erliachteret mi ez aber gra, das iar no am läba sind... do uf em land hani eba ersch gra ezt vom erdbeba erfahra und do bini natürlich gra ins netz gstürtzt...
Hey und oiri kommentär sind hammer aber wens so dangerous witergot werdi glaub no katholisch und fanga a für oi beta... hmmm vilicht isch das jo en wink vom schicksal... a propos religion, wia stots so mit da religiösa brüch bi oirna landesgenossa?
vil spass, lg annalea