Wir möchten uns herzlich bei Ihnen bedanken, dass sie sich für unser Produkt entschieden haben. Wir, das heisst: Zwei chronische Billet-und-Führer-Verleger-und-u-lang-suchen-Müsser-bis-wieder-Finder. Im trocken-ariden Klima von hier (San Pedro de Atacama) finden wir uns einwandfrei zurecht, es gibt hier auch so viele schöne Sachen zum machen (soorry Fredi). Doch nun alles von Vorne:
Ein Stücken von Santiago de Chile entfernt liegt Talagante und noch ein bisschen von dort ein friedliches, ruhiges Plätzchen Erde. In dieser weiten, grünen Landschaft beginnt auch unsere Geschichte. Diese Geschichte beginnt wiederum mit der Ankunft eines Mannes (Patrick). Er war weit gereist und konnte sich im idyllischen Talagante gut entspannen, sowie auch der zweite weit gereiste, der schon einige Zeit zuvor eingetroffen war (Livio). Mit Pingpong, Lesen und gelegentlichen Ausflügen in die Grossstadt Santiago und im Grossraum Santiago verbrachten sie ihre Zeit. Alles in allem, schöne Tage, die wir nur der Familie Lecaros (Ruth, Mario, Mario, Tino, Naima und natürlich auch unserm Pingpongnachwuchstalent Ralph, den wir hier auch grosszügig zur Familie zählen) zu verdanken haben. Irgenwann machten sich die zwei Gefährten dann auf die gefährliche Reise in die weite Welt.
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Das
war
einfach
eine
scheiss
verdammt
lange
Busfahrt
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So kamen unsere zwei Helden nach San Pedro de Atacama, eine überblickbare Touristenhochburg, mitten in der Atacamawüste gelegen. Die Atacamawüste ist eine der trockensten Regionen der Erde, an einigen Orten viel seit über zehn Jahren kein Regen, an anderen seit Messbeginn. Der Ort liegt auf fast 2500 Meter über Meer und ausserdem ist hier die kalte Jahreszeit, und so erstaunt es kaum, dass es gar nicht so heiss ist. Vor allem sind die Nächte eiskalt. Alles in allem, eine lebensfeindliche Gegend, in welcher sich Livio und Patrick für einige Zeit niederliessen. Doch es gibt hier so einiges Sehenswürdige zu bestaunen (die grösste offene Kupfermiene der Welt, das Valle de la Luna (sieht wirklich aus wie auf dem Mond, usw). Wir hatten wahrscheinlich jedoch den grössten Spass beim Sandborden.
Obwohl Livio, dem Sandskiing wohl lieber gewesen wäre, so einiges an Sand schluckte, ist Patrick immer noch der Meinung, dass Sandboarden gegenüber dem konventionellen Snowboarding nur Vorteile hat. Erstens, und auch am wichtigsten, fällt die schreckliche Kälte weg. Zweitens, man wird auch nicht nass. Drittens, man kann ohne Probleme kurze Hosen und T-Shirt anziehen, die einiges bequemer sind als Skihose und Skijacke. Viertens gibt es keine Eisblatern. Fünftens gibt es nur Tiefsand und keine Pisten. Sechstens hat man eine sensationell schöne Aussicht über die skurillen Felsformtionen und weiten Ebenen der Wüste. Und schlussendlich, und nicht unwichtig, es ist immer schön Wetter.
Ganz in der Nähe (mit den gemieteten Velos doch ein schönes Stückchen entfernt von San Pedro liegt das Valle de la Luna. Hier soll man den schönsten Sonnenuntergang der Welt bestauen können (obwohl dies wahrscheinlich viele Orte von sich behaupten). Das Gute daran ist, dass man sagen kann, man habe den schönsten Sonnenuntergang der Welt gesehen (obwohl man dadurch gezwungenermassen niemals einen schöneren Sonnenuntergang beobachten kann, es sei denn man verlasse die Erde). Der Sonnenuntergang war natürlich wunderschön. Wie sich die Schatten der Felsspitzen und Kuppen langsam ausdehnten, und unsere Felskuppe, auf die wir gestiegen waren, lansam erklimmten. Romantisch, wären da nicht links neben uns 50 und rechts 150 Fotos schiessende Touristen, die ebenfalls auf den heiligen Berg der Kitschfreunde gepilgert waren. Aus Protest und etwas Trotz beschloss ich, meinen Fotoapparat in meiner Tasche zu lassen. Deshalb werdet ihr nie erfahren, wie schön der schönste Sonnenuntergang wirklich war (ausser ihr pilgert selbst zum Kitschmekka oder einfacher, ihr fragt Livio).
Eigentlich wärs das. Morgen viel zu früh gehts weiter. Wir haben eine Dreitagestour über die Altiplanos, vorbei an grünen und roten Salzsehen, Geysiren und Vulkanen gebucht. Wir freuen uns und danken für eure Geduld...
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1 Kommentar:
jo und miar sind am open aor gsi. au easy :D
gruass Gianno Jonny
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